Der Computer als Täter und Helfer

21. Juni 2009

Es gibt viele Spekulationen, warum der moderne Mensch häufiger Probleme mit seinen Augen bekommt, als noch vor einigen Jahren. Sehschwächen gehören zu unserer Gesellschaft, wie die Masern zum Kindesalter. So mancher Wissenschaftler findet den Grund für die vermehrten Probleme mit unserem Augenlicht in der falschen Ernährung. Eine alte Volksweisheit besagt beispielsweise, dass das Essen von Karotten sehr gesund für unser wichtigstes Sinnesorgan sein soll. Andere erklären sich dieses Phänomen mit den langen Arbeitszeiten vor den Bildschirmen der Computer, da sich das Auge auf die kurzen Sehdistanzen einstellt und dadurch in der Ferne die Objekte weniger gut erkennen kann.

Bei diesem letzten Grund soll in diesem Text das Messer angesetzt werden. Der Computer als Täter wäre somit geklärt, aber wie kann dieses stupide Gerät bei Augenproblemen helfen? Immer mehr Menschen verwenden Kontaktlinsen, um ihre Sehschwächen auszugleichen. Hierbei kann natürlich die Benützung des Internets ein wahrer Segen sein, denn wirklich billige Kontaktlinsen können durchaus beim Onlinekauf erstanden werden. Die Konsumenten sind sich entweder der Preisunterschiede nicht bewusst, oder sie wissen nicht, wie man im Internet billige Kontaktlinsen erwerben kann.

Mittlerweile gibt es schon viele Internetversandhäuser, die diese Produkte relativ günstig anbieten. Hierbei schwanken die Preise teilweise um bis zu 50 Prozent. Es lohnt sich also definitiv, die Angebote für Kontaktlinsen im World Wide Web zu vergleichen. Durch eine optimierte Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis hin zum Endkunden, können hervorragende Preise geboten werden, ohne in der Qualität Abstriche hinnehmen zu müssen. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass vor dem erstmaligen Kauf von Kontaktlinsen natürlich ein Augenarzt oder zumindest ein renommierter Optiker aufgesucht werden sollte, um mögliche Probleme von vornherein ausschließen zu können. Wenn sich der Kunde für den Erwerb von Produkten über das Internet entscheidet, dann hat er häufig auch noch die Gelegenheit, Pflegeprodukte und diverse andere Accessoires für das Bad oder das WC äußerst günstig mitzubestellen. Die billigen Kontaktlinsen werden samt Zubehör mit der Post zugestellt, meist ohne Verrechnung einer Liefergebühr.

Kehrtwende

24. Mai 2009

Erst vor wenigen Wochen bekam ich eine Geschichte zu hören, an die ich beim ersten Mal Hören selber nicht ganz glauben konnte. Beim Mittagessen in einem netten Lokal in der Innenstadt traf ich zufällig einen alten Studienkollegen wieder. Wir hatten vor 8 Jahren gemeinsam in Wien Rechtswissenschaften studiert und das Studium auch gemeinsam abgeschlossen. Da sich mein beruflicher Weg damals eher in Richtung Ausland orientierte, verloren wir uns zunehmend aus den Augen. Umso erfreuter war ich, als ich ihn beim Mittagessen wieder traf. Wir aßen zusammen, sprachen über alte Zeiten und was den so aus dem anderen geworden sei. Ich berichtete ihm, dass ich seit neuestem Abteilungsleiter in einem mittelgroßen Unternehmen geworden bin und wo ich zuvor gearbeitet hatte. Mein Kollege interessierte sich sehr für meinen bisherigen beruflichen Werdegang und stellte mir immer wieder Fragen dazu. Als es daran ging, dass er mir von seiner bisherigen Karriere berichtete, war ich also umso gespannter was in all den Jahren aus ihm geworden war.

Mein Freund hatte nach dem Studium einen heiß begehrten Job in einer der größten österreichischen Banken in Wien angenommen. Rasch und ambitioniert arbeitete er sich binnen 2 Jahren bis zum Vorstandsassistenten und schließlich binnen 5 Jahren zum Bereichsleiter vor. Ab diesem Zeitpunkt war er für sämtliche Wertpapiergeschäfte mit anderen Banken in seinem Unternehmen verantwortlich und bekleidete so einen sehr angesehenen Beruf. Nach 3 kurzen Jahren allerdings entschloss er dem Bankgeschäft seinen Rücken zu kehren und Bildungskarenz in Anspruch zu nehmen. So begann er eine Ausbildung im Gesundheitsbereich. Er hatte sich in den Kopf gesetzt Fitnesscoach zu werden. Diese Fitness Weiterbildung hatte er durch ein Inserat in der Zeitung kennen gelernt und kündigte aus dieser Laune heraus seinen Job bei der Bank. Hatte er sich auch während unserer gemeinsamen Studienzeit nie sichtlich für Weiterbildungen im Gesundheitsbereich interessiert, wundert es mich also jetzt umso mehr, dass er erst kürzlich diesen Schritt gewagt hat. Warum gibt ein erfolgreicher Bankmanager wie er einen gut bezahlten und aussichtsreichen Job auf um für weniger Geld und keinerlei Aufstiegschancen zu arbeiten? Mir wollte der Sinn dieser Geschichte auch noch nicht so recht in den Kopf gehen, als ich am Abend meiner Frau davon erzählte. Sie aber meinte nur, dass sie ihn für diesen beruflichen Schwenk bewundere und er damit sicher das richtige mache. Wahrscheinlich hat sie damit recht.

Burn-out ist überall

23. November 2008

Der nachfolgende Artikel ist in “heiss + kalt”, einem Wellness- und Gesundheitsmagazin des Kölner Verlags wellness & media erschienen

In der Hintergrund-Serie beschreibt Stephan Siemens die Entwicklung des Begriffs Burnout

Gefragt, was sie mit dem Begriff Burnout assoziieren, werden die meisten Menschen antworten: Ausgebranntsein, Erschöpfung. Und das ist richtig. Aber woher kommt der Begriff?

Zu Beginn war das Phänomen vor allem bei Unternehmern bekannt. Aber wer hat diesen Namen geprägt? Es war der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger. Er beschrieb bereits vor 35 Jahren Burn-out als Reaktion auf eine außerordentliche Belastung bei Helfern in psychosozialen Berufen. Heute ist dies Phänomen überall gegenwärtig.

Doch wie kam es zur Ausbreitung des Burnout-Phänomens? Zunächst analysierten Forscher, wie hoch motivierte Menschen mit “Helfersyndrom” oft nicht fähig sind, sich von den Problemen ihrer Klienten abzugrenzen. Die nächsten Berufsgruppen, die Burnout attestiert bekamen, waren Ende des vergangenen Jahrhunderts unter anderem Lehrer, Pfarrer, Polizisten und Fluglotsen. Gemeinsam ist diesen Berufsgruppen die hohe Motivation und der Wunsch der Ausübenden, etwas Sinnvolles zu tun. Dieses Engagement ist wertvoll für die Gesellschaft und so gesehen sehr erfreulich. Jedoch: die Helferinnen und Helfer distanzieren sich of nicht ausreichend von den Sorgen ihrer Klienten. Das kann zu emotionaler, körperlicher und geistiger Überanstrengung führen. Eben Burnout.

Heute gibt es kaum noch Arbeitsfelder, in denen sich diese “Krankheit” nicht ausbreitet. Ob Software-Programmierung oder Sekretariat, ob Flugdienst, Vertrieb, Management oder Verkauf: Burn-out ist überall. Es ist unmöglich, das Phänomen heute noch auf bestimmte Berufe einzugrenzen. Aber die Geschichte der Burn-out-Forschung zeigt etwas Wichtiges: Burn-out hängt immer mit den Gefühlen der Menschen zu ihrer Arbeit und damit auch mit den Bedingungen ihrer Arbeit zusammen.

In den nicht-helfenden Berufen sind heute gerade diejenigen Menschen betroffen, die mit großer Begeisterung und hoher Motivation in ihre Tätigkeit einsteigen und hier Sinnvolles leisten wollen. Und dies auch tun. Aber warum wechselt anfängliche Euphorie oft so schnell in Überforderung? Warum ist es heute überall an der Tagesordnung, von ständiger Überforderung zu sprechen?

Ein Grund liegt darin, dass sich die Arbeitsbedingungen und die Formen der Organisation geändert haben. Die Organisation der Arbeit orientiert sich nicht mehr – wie früher – an Maschinen. Heute sind es die Beziehungen der Menschen untereinander, die die organisatorische Struktur eines Unternehmens bestimmen. Es werden Teams gebildet, in deren Rahmen den Einzelnen größere – auch unternehmerische – Verantwortung gegeben wird. Dies führt zunächst zu größerer Zufriedenheit. Gleichzeitig wächst auch die seelische Belastung und der Leistungsdruck.

Die Beziehungen zu den Kollegen, zum eigenen “Team”, werden enger, auch die Beziehung zum Unternehmen insgesamt. Damit werden die eigenen Gefühle möglicherweise belastet. Wer sich daher in Gefahr sieht, auszubrennen, der sollte sich mit seinen eigenen Gefühlen – gerade zu und während der Arbeit – beschäftigen.

Aber woran können Sie erkennen, ob Sie Burn-out-gefährdet sind? Dieser Frage wollen wir in der nächsten Ausgabe nachgehen. Hier ein kleiner Ausblick: Sie haben das Gefühl, Ihre Aufgaben nicht erledigen zu können? Sie fühlen sich ständig überfordert? Sie haben den Eindruck, “neben sich zu stehen”, nur noch zu “funktionieren”? Sie sehen ihre Kunden oder Klienten nur noch als Fälle? Dann ist es höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen. Denn die größte Gefahr bei dieser “Krankheit” besteht darin, dass Sie sie vielleicht erst dann spüren, wenn es zu spät ist.

Phil. M.A. Stephan Siemens (Jg. 1954) studierte Philosophie, Theologie sowie Früh- und Urgeschichte. Er lebt und arbeitet in Köln. Als Freier Philosoph in der Erwachsenenbildung bietet er im Bereich Burnout-Prävention Seminare zum Thema “Meine Zeit ist mein Leben!” an. Weitere Informationen unter www.stephan-siemens.de. Nächster Workshop zum Thema “Meine Zeit ist mein Leben” findet am 22.06. – 25.06.09 im Kurhaus König in Bad Mergentheim statt.

Neues Gesundheits- und Medizin-Forum online

18. Oktober 2008

Seit heute steht unter Info-Gesundheit.de/forum ein neues Gesundheitsforum bzw. Medizinforum zur Verfügung.

Dieses Forum soll dem ursprünglichen Zweck von Info-Gesundheit.de, dem Informationsaustausch im Bereich Gesundheit und Medizin verstärkt Rechnung tragen. 

Bereits mit dem Start des Gesundheitsportals vor über fünf Jahren war die Implementierung eines Forums geplant, diese Idee wurde dann aber wieder aufgrund von fraglichen Risiken, die mit dem Betrieb eines Forums verbunden sind, verworfen.


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