06. September 2008
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16.02.2006

Impfschutz lässt zu wünschen übrig - gefundenes Fressen für Zecken

FSME-Neuerkrankungen auf Rekordniveau - Pressegespräch München, 16.02.2006 -

"FSME auf Rekordniveau - Steigende Fallzahlen erfordern höhere Durchimpfungsraten"

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erreichten die FSME-Fallzahlen 2005 ein neues Rekordhoch. Mit 427 Neuerkrankungen liegt die Zahl der Infektionen nach Einführung der Meldepflicht auf unerreichtem Niveau. Ein Grund dieses explosionsartigen Anstiegs ist sicher in der ungewöhnlich langen Wärmeperiode des letzten Sommers zu finden. Ein weiterer Punkt ist die verbreitete Impfmüdigkeit, die einer Infektion mit FSME Tür und Tor öffnet. Dabei kann die Erkrankung durch eine großangelegte Impfaktion mit einem gut verträglichen und hochwirksamen Impfstoff eingedämmt werden, wie anhand von Österreich belegt werden kann. Chiron Vaccines nahm sich auf dem heutigen Pressegespräch "FSME auf Rekordniveau - Steigende Fallzahlen erfordern höhere Durchimpfungsraten" der neuen Entwicklung an und stellte aktuelle Daten und Fakten zur Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) vor.

Einen Überblick über die Entwicklung der FSME-Infektionen seit Einführung der Meldepflicht gab Prof. Dr. Tino Schwarz, Zentrallabor Juliusspital, Würzburg: "In den letzten Jahren zeigte sich in mehreren europäischen Ländern teilweise eine erhebliche Zunahme der Erkrankungszahlen. So wird derzeit in Europa (außer GUS) mit jährlich einigen tausend klinischen Erkrankungen gerechnet, wobei jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist", so Schwarz. Die Ursache für die Zunahme der FSME-Erkrankungszahlen sieht Schwarz in mehreren Faktoren. Zum einen durch die Zunahme der Vektor- sowie der Reservoirtiere, zum andern aber auch durch das geänderte Freizeitverhalten der Bevölkerung. Daher sollte gerade bei Reisen in europäische sowie außereuropäische FSME-Endemiegebiete auf die rechtzeitige Impfung geachtet werden.

Dr. Nikolaus Frühwein, Bayerische Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V., München, fasste die neuesten Veränderungen in Bayern, einem der Haupt-Endemiegebiete in Deutschland, zusammen. Bayern ist im Jahr 2005 mit ca. der Hälfte aller in Deutschland gemeldeten FSME-Fälle besonders stark betroffen. "Feucht-warme Sommer werden landläufig als Ursache für die jährlich steigenden FSME-Fallzahlen bemüht", erläuterte Dr. Frühwein. Der Sommer 2005 war jedoch meteorologisch ein normaler Durchschnittssommer. Die Suche nach der Ursache des Anstiegs ist daher eher spekulativ.

Dieter Gniel aus dem Hause Chiron Vaccines hat im Sommer 2005 zusammen mit renommierten Experten eine Exkursion nach Sibirien durchgeführt. Im Rahmen des Pressegesprächs stellte er interessante Fakten zur westwärts wandernden Gefahr durch die Taigazecke, die eine gefährlichere Form der FSME überträgt, vor.

Aktuelle Erkenntnisse zur Immunogenität der Impfstoffe gegen FSME präsentierte Dr. Michael Edigkaufer, Chiron Vaccines, Marburg. Am 20. Mai 2005 wurden von der Zulassungsbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut, die Abstände für Auffrischimpfungen verlängert. Dr. Edigkaufer: "Die verlängerten Boosterabstände gelten sowohl für das Standard-Impfschema, als auch für die Schnellimmunisierung, da eine Studie von Beran et al. zeigte, dass es mit steigendem Abstand zur Grundimmunisierung zu einem Angleichen der Titerverläufe der beiden Schemata kommt."

Sowohl die Impfstoffe für Erwachsene als auch die für Kinder sind hoch wirksam und sehr gut verträglich. Bei der Formulierung beider Impfstoffe wird auf zusätzliche Stabilisatoren und Konservierungsmittel verzichtet. In einer Umfrage bewerteten 99 Prozent der Ärzte die Verträglichkeit der FSME-Impfstoffe als gut bzw. sehr gut.

Quelle:

Chiron Vaccines

Corporate Communications

& Public Relations Deutschland